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Rom eine Stadt der Plätze in 130 Sekunden

In Rom gibt es etwas mehr als 1500 Plätze! Die römische Architektur hat eine besondere Wirkung: Oft gelangt man durch enge Gassen und dann, ganz plötzlich, öffnet sich vor uns ein Platz in voller Pracht. Die Piazza Navona, berühmt für ihre eindrucksvollen Brunnen, gehört zu den schönsten Plätzen Roms. Im 17. Jahrhundert ließ die einflussreiche Familie Pamphili den Platz auf Wunsch von Papst Innozenz X. in der Form eines antiken Stadions gestaltet. Tatsächlich befindet sich unter der heutigen Piazza das Stadion des Kaisers Domitian, das im Jahr 85 n. Chr. erbaut wurde. Es diente einst als Arena für Leichtathletikwettkämpfe. Der Platz ist vollständig mit den für Rom typischen kleinen Pflastersteinen gepflastert.

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Von oben betrachtet hat die „Piazza di Spagna“ die Form eines Schmetterlings. Die Anlage wurde im frühbarocken Stil von Bernini und seinem Sohn gestaltet. Ihren Namen verdankt sie der spanischen Botschaft, die sich ganz in der Nähe befindet.  An der höchsten Stelle des Platzes ragt die fast 30 Meter hohe Colonna dell’Immacolata, auf Deutsch „Säule der Unbefleckten Empfängnis“ empor, auf der sich eine Madonnenstatue befindet. Papst Pius IX. weihte sie am 8. September 1857 feierlich ein. Der Tradition zufolge legen die Feuerwehrleute jeden Morgen des 8. Dezember einen Kranz in die Arme der Jungfrau.

Die berühmte Spanische Treppe, oder Scalinata di Trinità dei Monti, wurde nach der gleichnamigen Kirche benannt, die damals an einem steilen Hang lag.

Der Bau war lange umstritten: Der französische Staat, der die Kirche finanziert hatte, und die päpstliche Kurie stritten um die Kontrolle über das Gelände. 1717 schrieb Papst Clemens XI. einen Wettbewerb aus. Die Treppe wurde zwischen 1723 und 1726 unter den Päpsten Innozenz XIII. und Benedikt XIII. vollendet.

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Die Piazza Venezia liegt zwischen der Via del Corso und der Via dei Fori Imperiali. Ihren Namen verdankt sie der Republik Venedig, die hier im Jahr 1560 einen Palast als Botschaftssitz erhielt. Das Vittoriano wird auch „Altar des Vaterlandes“ genannt. Es ist ein zentraler Verkehrsknotenpunkt, an dem vier große Straßen zusammentreffen. An der Fassade unter der Göttin Juno befindet sich das Grab des „Unbekannten Soldaten“, ein Mahnmal für einen im Ersten Weltkrieg gefallenen Soldaten, dessen Identität nie festgestellt werden konnte. Der Präsident der Republik besucht diesen Ort an wichtigen Feiertagen, um dem Grab des Unbekannten Soldaten die Ehre zu erweisen.

In einer eher versteckten Ecke der Piazza Venezia findet sich eine schlichte Gedenktafel mit der Inschrift: „Hier stand das Haus, das durch die Unterkunft und den Tod des göttlichen Michelangelo geweiht wurde.“ SPQR 1871. Sie erinnert daran, dass Michelangelo Buonarroti hier etwa ein halbes Jahr lebte.

Die beeindruckende Treppe ist ein Meisterwerk, das Besucher aus aller Welt beeindruckt.